Beschreibung des Meerwasser-Aquariums

Das 390L Becken hat eine Größe von 130x60x50 (LxBxH, alles in cm).
Hinzu kommt ein Filter-/Technikbecken von 90x50x40 was 180L entspricht.
Das macht ein Buttovolumen von 570L.

Die Einrichtung dieses Beckens fand im Jahr 2000 statt (Meerwasseraquaristik betreibe ich seit 1991).
Nach knapp zwei Jahren erfolgreichen Betriebs hatte ich dann leider sehr wenig Zeit und ganz langsam und unmerklich verschlechterte sich das Erscheinungsbild. Im August 2004 war es dann nicht mehr zu übersehen. Meine Acroporas sahen übel (teilweise schon abgestorben) aus, die anderen Steinkorallen und die Weichkorallen öffneten die Polypen nicht mehr.
So ging es nicht mehr weiter. Entweder musste es jetzt wieder richtig weitergehen, oder ich hätte das Hobby aufgeben müssen. Da ich nach wie vor sehr fasziniert von diesem Hobby bin kam natürlich nur ersteres in Frage. :-)


Also erstmal einen Satz neue Wassertests besorgen und … Der Schock: Nitrat ca. 100 und Phosphat ca. 1,0. Kein Wunder das die niederen Tiere so schlecht aussahen. Als Erstes erfolgten nun großzügige Wasserwechsel, aber die halfen leider nicht wirklich. Also musste etwas grundsätzlich Anderes her. Nitratfilter und Phosphatabsorber sind teuer und ich mag soviel Technik ohnehin nicht. Zufällig las ich einen Artikel über die Wodka-Methode. Der Erfolg war überwältigend! Innerhalb weniger Tage reduzierten sich die Werte auf nahe 0!
Das war mir schon fast zu schnell. Schließlich hatten sich die Tiere an die hohen Werte gewöhnt. Aber alle niederen Tiere dankten es mir mit geöffneten Polypen, alle bis auf die schon vorher übel aussehenden Akropora. Diese sterben weiter vor sich hin. Da ist wohl nicht mehr zu retten. :-( Möglicherweise hat ihnen auch die zu schnelle Senkung der Wasserwerte den Rest gegeben.

Die Einrichtung des Beckens ist eher unkonventionell. Sie besteht aus lauter einzelnen Riffpfeilern. Außerdem kann die gesamte Dekoration umschwommen werden. Die Dekoration berührt nirgends den Rand des Beckens.

Schema des Beckenaufbaus:

Die Zahlen geben die Höhe des Aufbaus in Prozent bis zum Wasserspiegel an.

Der Grund für dieses zerklüfteten Aufbau ist der, dass sich die Fische offensichtlich so wesentlich wohler fühlen.
Ich habe im Laufe der Jahre viele Becken gesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es keineswegs nur von der Beckengröße abhängt, wie sich die Fische verhielten. So habe ich beispielsweise Becken mit 1500L gesehen, in denen die größeren Fische nur von links nach rechts und zurück schwammen (wie ein Löwe im zu kleinen Käfig). Dies waren immer die Becken, in welchen die Dekoration wie ein Steinhaufen an die Rückwand geschichtet war.
Waren in den Becken auch Riffpfeiler vorhanden, so schwammen die Fische wesentlich natürlicher durch das ganze Becken und man sah, wie sie ständig nach Nahrung suchten.
Auch in meinem Becken verhalten sich die Fische sehr natürlich (soweit das in einem Aquarium überhaupt geht). Diese Art des Aufbaus macht auch die Beobachtung des Beckens viel interessanter, da nicht alle Fische ständig zu sehen sind. Selbst in meinem relativ kleinen Becken sind die beiden Doktoren nicht ständig zu sehen wie es sonst oft der Fall ist. Möchte ich doch alle Fische gleichzeitig sehen, so wirkt etwas Futter ware Wunder ;-).


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